Vom 18. - 21.09.2019


4 Tagestour Elsass9





Vier Tage Elsass

OG Dahlem. Auf in das Elsass – so lautete das Motto des Eifelvereins Dahlem, als 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer frohgelaunt am 18.09.2019 den Bus zu ihrer viertägigen Fahrt Richtung Colmar bestiegen. 

Bei Sonnenschein führte die Fahrt, unterbrochen durch ein Frühstück am Bus, nach Colmar, wo eine Rundfahrt mit der kleinen Bahn – rund 7 km in 40 Minuten – die Sehenswürdigkeiten der Altstadt erfahren ließ. Malerische, mit Blumen verzierte Fachwerkhäuser, die überwiegend von größeren Zerstörungen durch den Krieg verschont geblieben sind, anheimelnde kleine Gässchen und natürlich Klein Venedig (Pe´tite Venise) mit seinen pittoresk anmutenden Häusern und Brücken gaben Ausblicke   auf    die    schönsten Ecken der Stadt. Nach          einem mehrstündigen weiteren Aufenthalt, der persönlichen Erkundungen Raum gab, ging die Weiterfahrt nach Riquewihr, eine mittelalterliche Siedlung im Herzen der Elsässer Weingegend, welche bis heute seine Ursprünglichkeit          bewahrt     hat.   Blumengeschmückt,          reichhaltiges Fachwerk mit wunderschönen Erkern, anmutende Innenhöfe und alte Brunnen lassen den Ort wie ein „Freilichtmuseum“ wirken.

Anschließend führte die Fahrt nach Gengenbach, wo in unserem Quartier, dem Schwarzwaldhotel Gengenbach, eingecheckt wurde. 

Am nächsten Tag stand eine ganztägige Fahrt durch die Vogesen an.

Begleitet wurden wir von einem kundigen Führer, welcher wortgewandt jedes Detail auf dieser langen Fahrt erklären konnte und seine hohe Kompetenz im historischen Kontext bewies. Nach einem kurzen Stopp in Ville de Munster ging es dann in die Bergwelt der Vogesen mit seinen steilen Abhängen und schroffen Erhebungen, durchzogen von engen Straßen, welche unser Busfahrer „Schorsch“ hervorragend meisterte. Die Strecke (Route des Cretes) führte auch zur höchsten Erhebung (1424 m), dem Grand Ballon, wo auch für das kundige Augen Gemsen zu erkennen waren. Besichtigt wurde außerdem die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf, welche an die erbitterten Kämpfe zwischen Franzosen und Deutschen im 1. Weltkrieg erinnerte.  Nach der Rückkehr gab es noch Gelegenheit, auch Gengenbach, Ort unserer Unterkunft, zu besichtigen; ein schönes Städtchen, welches auch "Perle unter den romantischen Fachwerkstädten" genannt wird.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen Straßburgs. Morgens wurde  mit einer Führung durch das Europäische Parlament begonnen, welches in seinen Dimensionen und mit seiner repräsentativen Glasfassade den Besucher beeindruckt.  Gewaltig wirkte der Plenarsaal, in dem die wichtigsten europäischen Debatten und Abstimmungen stattfinden.

Im Anschluss ging es in das Münsterviertel, in dessen Nähe nach einer kurzen persönlichen Erkundung die geplante Bootsfahrt stattfand, mit der man wesentliche Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt erkunden kann, so das berühmte Gerberviertel "Kleinfrankreich", die Gedeckten Brücken, das Vauban-Wehr, die Neustadt bzw. das Viertel aus der Kaiserzeit und das "Europa-Viertel"

Nach weiteren individuellen Stadterkundungen ging es wieder zum Hotel. Leider stand dann am kommenden Tag die Rückkehr an, die noch einen Besuch von Speyer vorsah. Mit vielen Eindrücken gingen diese Tage dann zu Ende mit dem allgemeinen Wunsch, solche Fahrten in Zukunft weiter anzubieten. 

Text: Johannes Mertens

Bild: Reinhold Müller/Johannes Mertens